Ein Telefonanruf von der Akademie der Künste in meiner Abwesenheit. Zum Glück war mein Anrufbeantworter da. Es gäbe eine gute Nachricht. Für mich ist sie großartig. Ich wurde für ein Hörspielprojekt mit dem Alfred-Döblin-Stipendium ausgezeichnet. Das bedeutet freie, arbeitsame Sommermonate in Günter Grass‘ ehemaligen Wohnhaus – in der „Villa Grassimo“ – in Wewelsfleth. Dieses Foto illustriert ganz gut meine Freude.
Im April ist mein Prosastück „Der Ted“ in der „Anthologie Schluss! Aus! Sense!“ im Geest-Verlag erschienen – einem vielstimmigen Band, in dem Autorinnen dem Tod zu Leibe rücken: behutsam, mutig, mit lakonischem Witz und erfrischendem Trotz.
„Tröstlich und erfreulich an dieser Textsammlung. Sie macht – trotz allem – Lust auf Leben. Fühlen sie sich dazu eingeladen. Oft geht es heiter zu, komisch,nicht zuletzt stecken viele der Autorinnen uns mit ihrer Lebensfreude an.“ Wolfgang Malischewski.
„Leck den Löffel ab, bevor du ihn abgibst.“ Ingrid Noll
Am 5. November um 19 Uhr lade ich euch herzlich ins ACUD in Berlin (Veteranenstraße 21) ein. Dort lese ich meine neue Erzählung „Thera sickert“, die im Sommer 2025 entstanden ist.
Thera erlebt, wie sich das Craquelé einer alten Amphore in ihre Haut, ihre Umgebung, ihre Wahrnehmung einschreibt. Risse breiten sich aus, Linien durchziehen innere und äußere Räume. Zwischen Schlaf und Wachen, Erinnern und Auflösen, Körper und Sprache entsteht eine raffinierte Metamorphose – leise, schleichend, schmeichlerisch, beinahe tröstlich.
Der Text lässt sich nicht festhalten: er sickert.
Ich freue mich, wenn es euch/Sie reizt, meine Worte und Bilder auf euch/sich einsickern zu lassen, wenn es euch/Sie in eine feine, brüchige Welt hineinzieht.
Im Literaturhaus in Halle werden am 17. März 2025 meine „Kostbarkeiten“ präsentiert und anschließend im Gespräch durchsortiert. Der verantwortliche Redakteur vom MDR, Ulf Köhler, Tobias Barth und ich werden anwesend sein. → zum Literaturhaus Halle
Mit freundlicher Erlaubnis zitiere ich die Wertschätzung eines Hörers und einer Hörerin, die von meinem künstlerischen Feature über die Zu-verschenken-Kartons angetan sind – von “ ‚haltungs‘-getragenem Journalismus“, so der Hörer. In der ARD-Audiothek kann man es noch bis August 2025 hören und herunterladen.
Sehr geehrte Frau Joeckle,
herzlichen Dank für Ihre Sendung, die ich heute (mittlerweile gestern) über DLF-Kultur hören konnte.
Zeitkritisch, scharfsinnig und dabei auch feinsinnig, stets authentisch und sehr sympathisch.
Brava!
Mit freundlichen Grüßen,
Bernhard Becker-Flügel
„Hallo, wir haben eben das Feature über die Geschenkkisten gehört und durften dabei nicht reden, weil wir der Autorin an den Lippen hingen.
Es war toll, besonders auch die soziologischen Einblendungen über die Höhe der Rente usw.
Weiter so, ich habe gestern sogar ein Fernsehprogramm verpasst, weil ich an den Lippen vom Deutschlandradio hing. Ich hoffe, dass es weiter geht!!
Und jetzt gehe ich mit breiten Armen durch die Wohnung um meinen Krempel zu reduzieren.“
Die Hörerin aus Wiesbaden möchte gerne anonym bleiben.