Der Sendetermin steht fest: Samstag, der 12. Dezember 2026, 18:05, Deutschlandfunk Kultur. Regie führe ich selbst.
Mit Dominique Horwitz als Sprecher für Julien Gracq in Französisch und Deutsch.
Unter den großen Schriftstellern Frankreichs ist Julien Gracq derjenige, der wenig Aufsehen um seine Person machte. Umso beredter, ja schier unergründlich, sind die Landschaften, die er beschreibt.
Weg aus dem urbanen Lärm hin zu Gracqs Geburtsort in Westfrankreich, hinein in ein Boot auf einen Nebenarm der Loire, die Èvre, wie einst Gracq. Der Èvre hat Julien Gracq mit dem Prosatext „Les eaux étroites“ („Die engen Wasser“) ein Denkmal gesetzt. Selbstmörderfelsen, Cembalowiesen, Amazonien der Loire: der Abgleich der Wahrnehmungen Gracqs mit meiner eigenen wird zum Selbstversuch. Kann man sich in eine Landschaft hineinlesen? Kann Literatur Realität verändern? Die Antwort gibt die Rückkehr: Die Èvre fließt weiter, mitten in Berlin.
Die Èvre als Skulptur, zu finden mitten in St.-Florent-le-Vieil:

Die Èvre im August 2026.
